direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Vorlesung Bachelor

5.1. Theorie und Geschichte der Architektur. Architekturtheorie I

Architekturtheorie ist ein zutiefst modernes Anliegen. Das Bedürfnis der Architektur nach kritischtheoretischer Reflexion ihrer kulturellen Grundlagen resultiert unmittelbar aus der besonderen Entwicklungsdynamik der Moderne. Mit dem Aufkommen neuer Materialien (Stahl, Beton, Glas), neuer Technologien (Maschine, Foto, Film, Computer, Smartphone) und neuer gesellschaftlicher Ordnungen kann die Architektur zur Bewältigung ihrer kulturellen Aufgaben ihre orientierenden Maßstäbe nicht mehr unhinterfragt den Vorbildern vergangener Epochen entlehnen. Wo alles ständig in Bewegung und in Veränderung ist, muss sie immer wieder ihre Ziele, Mittel und Methoden aufs Neue bestimmen. Evident wird dies besonders am Übergang von der manuellen zu maschinellen Produktion im 19. Jahrhundert, wie auch heute an der Wende vom analogen zum digitalen Zeitalter.

Daher: Architekturtheorie ist das Medium der Reflexion über das Gemachtsein sowie Gemachtwerden der Architektur und über ihre kulturelle Funktion im jeweiligen, sich verändernden kulturellen Kräftefeld.

Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Architekturtheorie als jene Instanz kritischer Reflexion, die nach den Grundlagen der Architektur als sinnlich-ästhetische Erfahrung, als konstruktive Realität und soziales Bezugssystem im jeweiligen kulturellen Kräftefeld fragt. Sie versteht sich als Einführung in die philosophischen, ästhetischen, psychologischen, sozialen, wahrnehmungstheoretischen etc. Grundlagen der Architektur. Mit der nötigen historischen Vertiefung soll ein Überblick über die wichtigsten theoretischen Positionen, deren Defizite und Scheitern seit Ende des 18. Jahrhunderts bis heute gegeben werden.

mittwochs, 16-18 Uhr im Hörsaal A 151
Bitte im Programm auf einige abweichende Zeiten achten!

Beginn: 24. Oktober 2018

Leistung: schriftliche Prüfung am Ende des Semesters

Die Prüfung findet am Mittwoch, 06. März 2019 im Hörsaal HE 101 (Mathematikgebäude) statt.

Anmeldung: über Qispos 2345593

Lupe [1]

Es liegt jetzt der erste Band Traditionelle Theorie. Architekturtheorie 1863-1938 der dreibändigen Reihe Architekturtheorie. Grundlagen von Prof. Gleiter vor. Das Buch ist Grundlage für die Vorlesung und schriftliche Prüfung von Architekturtheorie I. Für die Vorbereitung von Vorlesungen und Prüfung wird der Erwerb des Buches empfohlen. Eine Studienausgabe ist für 16 € am Fachgebiet Architekturtheorie erhältlich.

Seminare BA/MA

Geschichtswerkstatt II (Architekturtheorie/Theorie VI)

Die humanistischen Grundlagen der modernen Architektur
Die zweite Geschichtswerkstatt beschäftigt sich mit den humanistischen Grundlagen der modernen Architektur und wie diese am Institut für Architektur bzw. seinen Vorläufern unterrichtet wurden. Das Seminar untersucht die Moderne nicht als revolutionären Neuanfang sondern in ihren evolutionären Prinzipien.
Auf der Grundlage einer klassischen umfassenden Bildung der Architektin und des Architekten wurden neue Materialien und Bautypen mit spezifisch entwickelten Architektur- und Konstruktionssprachen sowie Bauwerkscharakteren zum Ausdruck gebracht. Die Befragung der Geschichte und die Vergegenwärtigung
des Historischen im Sinne modernster wissenschaftlicher Museumspräsentationen waren dabei ebenso entscheidend wie die aktive und kreative Entwicklung aktuellster Konstruktionsweisen, Funktionsabläufe und Gebäudestandards.
Karl Friedrich Schinkel (Theorie), Robert Koldewey (Bauforschung) und Hans Poelzig (Baugeschichte) stehen fur diese umfassende, humanistische Herangehensweise an die Moderne in Lehre, Wissenschaft und Praxis und sind Thema des Seminars. Ziel des Seminars ist eine umfangreiche Publikation.
Die Geschichtswerkstatt versucht die kritische Aufarbeitung der wechselvollen Geschichte des Instituts für Architektur und wird von den Fachgebieten für
Architekturtheorie (Prof. Gleiter), Historische Bauforschung und Baudenkmalpfl ege (Prof. Schulz-Brize) und Bau- und Stadtbaugeschichte (Prof. Schlimme) gemeinsam unterrichtet.
Die Anmeldung für BA-Studierende erfolgt über das Fachgebiet Architekturtheorie. Die Anmeldung im MA-Studierende erfolgt über das Fachgebiet Bau- und Architekturgeschichte. Damit ist die Wahl auf die Personen Schinkel, Koldewey, Poelzig bzw. auf das betreuende Fachgebiet noch nicht getroffen. Sie findet am ersten Seminartermin statt.

Betreuung: Prof. Dr. Jörg Gleiter, Prof. Dr. Hermann Schlimme, Prof. Dr. Thekla Schulz-Brize
Zeit: Montag, 14.00 - 18.00 Uhr in A 201a
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über Qispos 30335 (nur BA)
Start: 22. Oktober 2018

.......................................................................................................................... 

Nachschlagewerke: Glossarien, Wörterbücher, Enzyklopädien (Architekturtheorie/Kritik I)

Das Internet erschüttert die Wissenskultur bis in die Grundfesten. Suchmaschinen, wie Google Search, oder die Online-Enzyklopädie Wikipedia verändern die Rahmenbedingungen für den Zugang, die Entstehung und die Gestalt des Wissen, allgemein und grundlegend. Das Wissensfeld Architektur bleibt von diesen Veränderungen nicht unberührt.

Um ein besseres Verständnis und Bewusstsein der gegenwärtigen Veränderungen zu erlangen, bespricht das Seminar die Geschichte von Glossarien, Wörterbücher, Enzyklopädien. Plinys Naturalis Historia, Diderots und d'Alamberts Encyclopédie u.a. zunächst herangezogen, um typische Dispositionen des Wissens kennenzulernen und zu verstehen. Dann wird konkret untersucht, einerseits welche Dispositionstypen sich Architekten aneigneten, um das Wissen über die Architektur darzulegen, und andererseits wie sich das Wissen über die Architektur in andere „allumfassendere“ Sammlungen des Wissens einschrieb.

Diese Untersuchungen erfolgen in Form von kurzen Referaten, Literaturbesprechungen und Archivbesuchen, und resultieren in konzisen Hausarbeiten, welche jeweils ein konkretes Fallbeispiel analysieren und in Form von Text und Diagrammen darstellen.

Betreuung: Klaus Platzgummer

Zeit: Montag, 10.00 - 12.00 Uhr in A 201a
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über Qispos 2345643 ; 30355 ; 32015
Start: 15. Oktober 2018

..........................................................................................................................

Architecture and the Overcoming of Metaphysics: Peter Eisenman  (Architekturtheorie/Philosophie III)

„The End of the Classical. The End of the Beginning, the End of the End” is one of the seminal texts in modern architectural theory, in which Peter Eisenman declared the end of the modern avant-garde movement. It marks the beginning of an era of a new way of thinking in architecture. Eisenman was the key figure in establishing modern architectural theory, which he procedurally developed into a critical epistemology of architecture. Thus, it is too narrow to label Eisenman exclusively a deconstructivist - a stereotype that is too often repeated - as this does not do justice to the philosophical undercurrents of his thinking. One must also be aware of the influence of the 1960s and the development of generative semiotics, structuralism and post-structuralism, under which Eisenman prepared the philosophical-theoretical foundations for the shift from analogue to parametric design in architecture.

The seminar aims to shed light on the fascinating, at times difficult, yet intellectually rewarding theoretical work of Eisenman.

Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Jörg Gleiter
Zeit: Montag, 18.00 - 20.00 Uhr in A 201a
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über Qispos 2347247 M-Arch-T; 32065
Start: 22. Oktober 2018

.......................................................................................................................... 

Architektur als Wissenspraktik? Eine kritische Theorie in Auseinandersetzung mit Aldo Rossis Selbstbiographie (Architektur/Theorie I)

„Von einem bestimmten Punkt des Lebens an habe ich den Beruf oder die Kunst als eine Beschreibung von Dingen und unserer selbst angesehen“. Aldo Rossi

Im Seminar werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie ein Denkprozess in Form eines geschriebenen Textes über die eigene Architekturtheorie und -praxis und deren Einbettung in die Architekturgeschichte als Wissenspraktik definiert werden kann. Als Anlass dazu wird die Wissenschaftliche Selbstbiographie dienen, in der Aldo Rossi eine fragmentarisch-programmatische Reflexion über seine eigene Architekturtheorie und -praxis entfaltet, die eine Synthesis von Erinnerungen, räumlichen Erfahrungen und Betrachtungen alltäglicher Dinge darstellt. Dieses Werk gewährt somit einerseits einen persönlichen Einblick in die Praxis seines Denkens. Anderseits stellt es uns vor eine viel allgemeinere Frage: wie es möglich ist, Denkpraktiken als Wissenspraktiken zu definieren. Auf diese Weise kann zugleich Rossis Bezeichnung seiner Selbstbiographie als „wissenschaftlich“ thematisiert werden. Das Seminar verfolgt drei Ziele: Erstens die Einführung in die Architekturtheorie Aldo Rossis, zweitens die Untersuchung der formalen Grundprinzipien seiner Architektur, drittens die Reflexion über die Definition der Architektur als Wissenspraktik anhand von ergänzenden Texten aus der Architekturphilosophie.

Betreuung: Dr. Lidia Gasperoni
Zeit: Dienstag, 14.00 - 16.00 Uhr in A 201a
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über Qispos 2345655 ; 30325 ; 32075
Start: 16. Oktober 2018

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Copyright TU Berlin 2008