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TU Berlin

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Traditionelle Theorie. 1863 bis 1938

Lupe

»Architektur ist immer schon theoretisch, so unbewusst dies auch sein mag. Die Modelle dahinter erkennbar zu machen und der kritischen Analyse zu öffnen, sie zu bestätigen oder gegebenenfalls neu zu formulieren, das ist die Aufgabe der Architekturtheorie.«

- Jörg H. Gleiter

Mit der Architekturtheorie in drei Bänden legt Jörg H. Gleiter ein grundlegendes Werk zu den Denksystemen der Architekturtheorie seit dem 19. Jahrhundert vor. Das Thema ist die Parallele von Theorie und Moderne, und wie sich mit der modernen Entwicklungsdynamik der Begriff Theorie selbst verändert.

Der erste Band Traditionelle Theorie. 1863 bis 1938 widmet sich dem Schwierigwerden der Tradition. Mit den neuen Materialien, Technologien und Gesellschaftsmodellen wird die Spannung zwischen Kontinuität und Diskontinuität der Tradition zum Auslöser theoretischer Reflexion.

• Traditionelle Theorie. 1863 bis 1938

• Kritische Theorie. 1940 bis 1990

• Kritische Erkenntnistheorie. 1992 bis heute

Ornament Today

Lupe

The very thing that modernity attempted to abolish at the beginning of the machine age is making a comeback in architecture and design: the ornament. Whenever debates over ornament break out, it is a sign of a crisis. That theme runs like a thread through the essays collected in the book Ornament Today. Ornaments are not aesthetic events that affect style and taste but are rather symptoms that reveal a culture in transformation. Ornaments reveal changes, shifts, and rejections of culture.

Architekturtheorie heute

Lupe

Rücksichtslos drängen die digitalen Technologien heute allem und jedem ihre Logik auf. Sie lassen sich immer weniger auf die Bildschirme beschränken. So fordern sie gerade die Architektur als jene universale kulturelle Praxis heraus, durch welche die kulturelle Logik einer Zeit ihre Übersetzung in den Lebensalltag erfährt. In der Renaissance war es der Neoplatonismus, im Barock die Gegenreformation und in der Moderne die Maschinenrationalität, heute dagegen ist es die Logik der digitalen Technologien, die nach Aufnahme in den Gehalt der Architektur verlangt. Wo es keine Alternative dazu gibt, bedarf es der kritischen Reflexion der Grundlagen der Architektur heute.

Urgeschichte der Moderne

Lupe

Die Moderne ist keineswegs geschichtslos. Wie der Autor zeigt, gilt das besonders für die Architektur. Nach dem Bruch der Moderne mit dem Veralteten und unmittelbar Vergangenen - dem 19. Jahrhundert - dient die Rekonzeptualisierung der Architektur nichts Geringerem als der Suche nach dem Ältesten und Vorvergangenen, nach der Urgeschichte, an die anzuknüpfen ihr nur im offenen Erwartungshorizont ihrer innovativen Gegenwartspraxis gelingen kann.

Alphabet und Algorithmus

Lupe

In diesem brillanten Essay zeigt Mario Carpo, wie in Alphabet und Algorithmus der Architektur die Verfahren digitaler Produktion das Ideal der Moderne untergraben: Die Idee identischer Reproduktion. Denn alles was digital ist, ist variabel und veränderbar und steht damit in stärkstem Gegensatz zur Idee der Standardisierung, der Serialisierung und der Autorenschaft. Dabei geht Carpo der Wirkungsmacht der Parametrisierungs- und Algorithmisierungsverfahren in all ihren theoretischen und historischen Verästelungen nach. Am Ende steht eine umgreifende Rekonzeptualisierung der Architektur, wie diese sie seit der Renaissance und Leon Battista Alberti nicht mehr erfahren hat.

Welten und Gegenwelten

Lupe

Arata Isozaki ist weltweit als Schöpfer spektakulärer Entwürfe und Bauten bekannt. Dahinter musste bisher sein theoretisches Werk zurücktreten. Zu Unrecht, wie dieser Band belegt, der erstmals Isozakis vielschichtige Gedankenwelt in deutscher Übersetzung zugänglich macht und über die Architektur hinaus feinsinnige Einblicke in die japanische Gegenwartskultur eröffnet. Einmal mehr erweist sich Isozaki als scharfer Analytiker und Kulturkritiker von internationalem Rang.

Der philosophische Flaneur - Nietzsche und die Architektur

Lupe

In dieser umfassenden Studie wird erstmals die Bedeutung herausgearbeitet, die die Architektur und die Stadt für den späten Nietzsche erhielt. Im Frühjahr und wieder ab Herbst 1888 verbrachte Friedrich Nietzsche seine letzten anfallfreien Monate in Turin. Im Gegensatz zum Klischee des Philosophen, der in Zwiesprache mit der Natur, auf Bergwegen und verlassenen Meeresstränden seine Gedanken entwickelte, pries er die Stadt in sich überstürzenden Lobeshymnen. Turin sei die Stadt, die er jetzt brauchen könne. Sie schmeichle seinen "Instinkten" und sei ein "Paradis für die Füße". "Neulich sagte ich mir: einen Ort zu haben, wo man nicht heraus will, nicht einmal in die Landschaft, wo man sich freut, in den Straßen zu gehen! – früher hätte ich‘s für unmöglich gehalten." Bisher kaum beachtet, wandelte sich Nietzsche in Turin zum Städter und "philosophischen Flaneur", auf dessen langen Stadtspaziergängen die Architektur sich zum Medium der Erkenntnis wandelte.

Einfühlung und phänomenologische Reduktion

Lupe

Unter dem Einfluss der experimentellen Psychologie und der Neurophysiologie vollzog sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Ästhetik und Architektur eine weit über ihre eigentlichen Felder hinaus wirkende Wende. Mit der Idee der "Einfühlung" rückte die Frage unserer sinnenhaften Wahrnehmung zwischen Objekt- und Selbstvorstellung ins Zentrum der Ästhetik. Die Einfühlungsästhetik war geprägt von der Abwendung von Repräsentation und Formsymbolik und der Hinwendung auf die leiblich-körperliche Präsenz im Raumkontinuum. Mit dem zugrundeliegenden Psychologismus und der Vorstellung einer getrennten Innen- und Außenwelt blieb jedoch vage und unvollendet, was erst mit Edmund Husserls Transzendentalphänomenologie und der Methode der "phänomenologischen Reduktion" seine konzeptuelle Präzisierung erhielt. Die Einfühlungsästhetik wird so als eine Vorstufe zur Phänomenologie sichtbar, als eine Phänomenologie avant la lettre.

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