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TU Berlin

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Vorlesung Bachelor

 

Architekturtheorie I

Architekturtheorie ist ein zutiefst modernes Anliegen. Das Bedürfnis der Architektur nach kritischtheoretischer Reflexion ihrer kulturellen Grundlagen resultiert unmittelbar aus der besonderen Entwicklungsdynamik der Moderne. Mit dem Aufkommen neuer Materialien (Stahl, Beton, Glas), neuer Technologien (Maschine, Foto, Film, Computer, Smartphone) und neuer gesellschaftlicher Ordnungen kann die Architektur zur Bewältigung ihrer kulturellen Aufgaben ihre orientierenden Maßstäbe nicht mehr unhinterfragt den Vorbildern vergangener Epochen entlehnen. Wo alles ständig in Bewegung und in Veränderung ist, muss sie immer wieder ihre Ziele, Mittel und Methoden aufs Neue bestimmen. Evident wird dies besonders am Übergang von der manuellen zu maschinellen Produktion im 19. Jahrhundert, wie auch heute an der Wende vom analogen zum digitalen Zeitalter.

Daher: Architekturtheorie ist das Medium der Reflexion über das Gemachtsein sowie Gemachtwerden der Architektur und über ihre kulturelle Funktion im jeweiligen, sich verändernden kulturellen Kräftefeld.

Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Architekturtheorie als jene Instanz kritischer Reflexion, die nach den Grundlagen der Architektur als sinnlich-ästhetische Erfahrung, als konstruktive Realität und soziales Bezugssystem im jeweiligen kulturellen Kräftefeld fragt. Sie versteht sich als Einführung in die philosophischen, ästhetischen, psychologischen, sozialen, wahrnehmungstheoretischen etc. Grundlagen der Architektur. Mit der nötigen historischen Vertiefung soll ein Überblick über die wichtigsten theoretischen Positionen, deren Defizite und Scheitern seit Ende des 18. Jahrhunderts bis heute gegeben werden. 

Lehrende: Dr. Martin Peschken (LA) / Prof. Dr.-Ing. Jörg Gleiter
Zeit: Mi, 16 – 18 Uhr in Raum A 151
Anmeldung: QISPOS 2345580
Start: 26. Okt. 2016 

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Seminare BA/MA

 

Berlin und seine Architekten: Taut & Hoffmann

Bruno Taut (1880–1938) war einer der weltläufigsten Architekten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als er 1938 in Istanbul starb, hatte er Stationen in Moskau und Japan hinter sich, war Magdeburger Stadtbaurat und Professor an der TH Charlottenburg gewesen. Tauts Werk und seine Biographie sind mit den fortschrittlichen Ideen und den wiederholten Brüchen des 20. Jahrhunderts eng verbunden. Gemeinsam mit Franz Hoffmann (1884–1951) und später auch seinem Bruder Max Taut (1884–1967) führte er ab 1909 ein Berliner Architekturbüro. Zahlreiche stadtbildprägende Bauten stammen aus dieser Zusammenarbeit.

Das Seminar wird sich den noch heute außergewöhnlichen frühen Ausstellungspavillons ebenso widmen wie den Berliner Siedlungen der 1920er Jahre, die zum Hauptwerk von Taut & Hoffmann gehören. Wir werden die ›Gläserne Kette‹, die Zeitschrift ›Frühlicht‹ und expressionistische Architekturvisionen kennenlernen.
Schließlich werfen wir Schlaglichter auf Bruno Tauts Exil in der Türkei, auf Max Tauts Bauten nach dem Zweiten Weltkrieg und auf einige der wichtigsten Weggefährten.

Betreuung: Dr.-Ing. Tom Steinert
Zeit: Mo, 12–14 Uhr in Raum HL 102
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über QISPOS: BA 2345642; MA 32015;
Start: 24. Okt. 2016

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Lupe

Boundary apparatus

Boundaries define (spatial) areas, divide or connect them, include and exclude,  allow continuities or create discontinuities. A boundary may well appear as border or frontier, as limitation or threshold, and may indicate as much the end as the beginning of something. It seems a basic human need to define the surrounding environment. We are convinced the Boundary apparatus is in a state of permanent flux and that is what we want to address in the seminar!

The seminar will be held in English.

Supervisors: Dipl.-Ing. Sandra Meireis M.A. and Dipl.-Ing. Rena Tavernaraki
Time: Mondays 4-6 PM in room A 201b
Registration: during the first meeting and on QISPOS: BA 2345654; MA 32075;
Start: 24th October 2016

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From CAD to BIM: Erkenntnistheorie digitaler Entwurfswerkzeuge I

Entwurfswerkzeuge sind immer auch Erkenntnismedien: Die Mittel des Entwerfens bestimmen mit, was entworfen wird, denn sie bestimmen mit, was was überhaupt in den Horizont des Entwerfens geraten kann. In diesem Seminar geht es darum, erkenntnistheoretische Ansätze des Entwerfens mit der Untersuchung der Entwicklung digitaler Entwurfswerkzeuge zu verbinden. Im Fokus steht dabei die geschichtliche Entwicklung digitaler Entwurfswerkzeuge und ihre erkenntnistheoretische Reflexion.
Wir lesen und diskutieren einschlägige erkenntnistheoretische Texte zum Thema und verfolgen die Entwicklung von Designsoftware von der digitalen Mimesis des Zeichnens in den Anfängen von CAD bis zur Arbeit mit digitalen Systemmodellen in der aktuellen Entwicklungsstufe von BIM.

Das Seminar versteht sich als Rechercheseminar zu einem noch nicht kanonisierten Thema – die Bereitschaft zur Recherche von und Arbeit mit philosophischen Texten und die Einarbeitung bzw. Vertiefung in die Arbeit mit CAD/BIM Software wird vorausgesetzt!

Betreuung: Dipl.-Ing. Jan Bovelet Mag. Phil.
Zeit: Di, 10–12 Uhr in Raum A 064
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und über QISPOS: BA 2345648; MA 32055;
Start: 25. Okt. 2016

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Lupe

Health, Architecture and the City

Developments in medical thinking, changing ideas and ideals of health and disease have often had immediate impact on the built environment and the planning of the city. Greek and Roman city planning and specific building types such as the Roman thermal springs or later the monastery are a few examples.

During the 19th century, with the rise of specialized medical institutions the collaboration between Medicine and Architecture turned into a driving force for innovation. This course aims to look at a number of these institutions and thus revisit modernist concepts and terms, which were formed in the alliance between design and medical thinking.

We will take advantage of the rich history of Berlin and visit the Charité and its Medizinhistorisches Museum, the Humbold University’s Tieranatomisches Theater as well as the Heilstätten in Beelitz.

The course is held in English and a step by step guide to English Academic Writing will prepare students for the writing of the course essay.

Supervisors: Dr. Eva Eylers
Time: Tuesdays 2-4 PM in room A 201a
Registration: during the first meeting and on QISPOS: BA 2345642; MA 32025;
Start: 25th October 2016

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Lupe

Poetik und Natur: Modelle zum  architektonischen Ausdruck von Bedeutung

Was möchten wir zum Ausdruck bringen, wenn wir eine Erfahrung mit den Worten »ein poetischer Moment« oder »wie poetisch!« zu fassen versuchen?

Wollen wir mit dem Begriff des Poetischen nicht ein »Mehr« beschreiben, etwas, was nicht leicht zu greifen ist, was uns jedoch zu berühren und Bedeutung auszustrahlen scheint? Und: Wünschen wir uns nicht solch eine Erfahrung auch von Gebautem, im Idealfall von dem selbst Entworfenen?

Man könnte an dieser Stelle weiterfragen, ob das Poetische überhaupt noch eine gesellschaftlich wahrnehmbare Rolle spielt in einer Zeit der fast total erscheinenden Ökonomisierung von allem und jedem, usf…

In diesem Sinne soll diesen und anderen Fragen im Seminar nachgegangen werden. In der Hauptsache wird das durch den Entwurf und Bau von exemplarischen Raummodellen geschehen, die sich mit dem Gegenstand des Poetischen, der Bedeutung und des Sinns eines Entwurfes auseinandersetzen. Begleitet wird dies von der gemeinsamen Lektüre von Texten. Die Arbeit im Seminar wird z. T. in Gruppen stattfinden.

Betreuung: Dipl.-Ing. Jörn Köppler
Zeit: Di, 16-18 Uhr in Raum A 201a
Anmeldung: in der 1. Veranstaltung und auf QISPOS: BA 2345648; MA 32045;
Start: 25. Okt. 2016

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